Die Kunst, Brot zu backen – oder: Eine neue Kategorie auf Schönallerliebst

Startet ihr auch gelegentlich DIY-Projekte, Koch- oder Backaktionen, die rückblickend betrachtet so vollkommen unnötig, weil total misslungen waren? Also mir passiert das schon ab und an. Erst am Wochenende habe ich wieder ein Paradebeispiel dafür abgeliefert – und zwar als ich auf die grandiose Idee kam, mal eben schnell ein Brot zu backen. Eins aus der Kategorie schwierig natürlich, ist doch klar als Anfängerin! Alles andere wäre ja gelacht! Nun ja, da solche misslungen Aktionen auch zum Kreativ sein und in der Küche wirbeln dazugehören, habe ich beschlossen, ihnen ab sofort eine eigene Kategorie hier auf Schönallerliebst zu widmen. In der Hoffnung, dass die sich nicht allzu schnell füllt 😉
Aber zurück zum Brot.

Brot selbst backen_1

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Schon allein der Blick auf die Zutatenliste hat mir Schweißperlen auf die Stirn und Fragezeichen in die Augen getrieben: Was um aller Welt ist das alles? Und wo bekomme ich es her? Gute Frage, aber egal – die im Reformhaus werden es schon richten. So zumindest in meiner Vorstellung. Spätestens in dem Moment allerdings, als selbst die gute Frau im Reformhaus mit Teilen meiner – zugegebenermaßen recht unpräzisen – Einkaufsliste nichts anfangen konnte, hätte ich wohl stutzig werden und mein Vorhaben abbrechen sollen. Aber was man sich einmal in den Kopf gesetzt hat, möchte man (bzw. ich) ja in der Regel auch unbedingt umsetzen. Kann ja wohl nicht so schwer sein! 😀 Also haben die Verkäuferin und ich mithilfe von Google die Zutaten so gut wie möglich zusammengesucht – und los ging’s!

Das Teig zubereiten an sich lief dann sogar ziemlich problemlos. Der Teig war weder krümelig noch klebrig, ist während der Ruhephasen auch schön aufgegangen und sah bis zum Schluss echt gut aus. Nur im Ofen hat sich mein Brot dann nicht mehr weiterentwickelt.

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Ein Profi hätte die Lage wohl schon erkannt, als der Laib recht klein und kümmerlich aus dem Ofen kam. Aber ich fand mein Brot bis zum Schluss eigentlich recht hübsch (sieht doch gut aus auf dem Bild oder was? 😀 ).

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Als ich dann beim Anschneiden das Messer am liebsten gegen eine Motorsäge getauscht hätte, fiel allerdings selbst bei mir der Groschen, dass da irgendwas nicht richtig sein kann. Steinharte Kruste? Teigiger Kern? Scheiben, die zerfallen? Hm.

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Und wann passiert so etwas natürlich? Richtig! An einem Sonntagabend, wo weit und breit nichts mehr auf hat, um ein neues Brot zu holen… Gemein! Vor allem, weil der leckere Brotgeruch in der ganzen Wohnung hing und uns schon richtig Appetit gemacht hatte…

So, was habe ich nun daraus gelernt? Nein, natürlich nicht, nur noch Brot zu kaufen. Wo bleibt da schließlich die Herausforderung? 😀 Aber das nächste Mal werde ich wohl besser zu Ladenöffnungszeiten backen und vielleicht doch erstmal ein leichtes Rezept mit handelsüblichen Zutaten probieren! 😉 Ich werde auf jeden Fall berichten!

Erzählt doch mal: Was waren bisher eure blödesten oder lustigsten kleinen Katastrophen?

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11 Gedanken zu “Die Kunst, Brot zu backen – oder: Eine neue Kategorie auf Schönallerliebst

  1. Haha 😀 Ja immer diese Spontanaktionen 😀 Ich hatte das neulich mit meinen allerersten Tartelettes. Bei Tchibo gab es Tartelette-Förmchen, also landeten sie im Einkaufswegen („Hey man könnte ja mal Tartelettes machen“), kurz darauf wollte ich dann den Teig das erste Mal ausprobieren… Na ja… Der Teig an sich war gut, nur ging er so auf, dass ich keine Vertiefung in den Tartelettes hatte, wo eine Füllung reingekonnt hätte. :/ Und dann hatte ich Blaubeeren mit Zucker warmgemacht, haute Gelantine zum Festwerden rein und das kam dann alles auf die Tartelettes. Jup, nachdem die Blaubeer-Zucker-Gelantine-Masse dann fest war, war sie zu fest (zu viel Gelantine)… sie hatte irgendwie was von Gummi -.- Zwar sahen die Teile gar nicht so schlecht aus, aber Konsistenz und Geschmack sind definitiv verbesserungswürdig. :/ Dir viel Glück beim nächsten Brot!
    liebe Grüße, Vanessa

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  2. Hallo! Tolle Idee mit den Pannen:-) – wer kennt das nicht?? Mir ist das einmal mit einer Topfentorte passiert – Samstag Abend – Sonntag Erstkommunion meiner Tochter – 16 Leute zum Kaffee…. Mein Mädl hatte sich eine Birnentorte (mit Topfenfülle) gewünscht – gefühlte 100x gebacken – immer super geworden. Und dann – Torte ist fertig und ich mach einen Probeschnitt (Tick von mir – mach ich immer…) und die ganz Fülle rinnt matschig aus der Torte und tropft auf den Boden ….. Das war wohl die erste Familienfeier meines Lebens wo es Tortenstücke aus der Bäckerei gab.
    Und das mit dem Brot – das wird schon;-) LG Cornelia

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    1. Oh Mann, es ist so typisch, dass sowas dann auch noch ausgerechnet zu solchen Anlässen passiert, oder? Ich habe im letzten Jahr fast meine Geburtstagsgäste außer Gefecht gesetzt, weil ich nicht wusste, wie scharf die kleinen Chili-Schoten sind und dann ordentlich viel davon an die Vorsuppe getan habe 🙈 Und man steht dann in seiner Küche und fühlt sich wie in einem schlechten Film! Aber immerhin bleiben deine Torte und meine Suppe lange in Erinnerung 😉
      Liebe Grüße
      Judith ♡

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      1. Rote Köpfe rund um den Tisch….oje….ich hatte mal das Chili Vergnügen – ich schwöre Dir, ich war rund um den Mund bis zur Nase taub – hätte mich sofort piercen lassen können….. Brot hab ich in der Form noch nicht gebacken – hab aber bei mir ein tolles Rezept für ein Kräuterfladenbrot bzw. Zwiebel-Speck Baguette – schau mal rein – schmeckt suuuuuuper! Liebe Grüße Connie

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  3. HIhi, ich bin über das Backevent von Tina auf deine Seite gekommen. Lustig, ich habe auch eine „Pleiten, Pech & Pannen“ Kategorie und auch mein erster Eintrag war ein Sauerteigbrot. Optik und Konsistenz genau wie bei dir. Seitdem habe ich mich auch noch nicht wieder an Sauerteig gewagt, aber mal schauen, irgendwann werde ich mich dem Brot nochmal stellen 😉 Herzliche Grüße & schöne Ostern!

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